Es war ein dunkler, kalter Herbsttag im Jahre des Herrn 2013. Der neunte Mond war schon ins Land gegangen, als sich in den südlichen Wäldern Deutschlands eine kleine Schar Geächteter traf.

Sie alle waren auf sich allein gestellt, doch sie hatten ein gemeinsames Ziel. Sie alle wollten auf Reisen gehen, die Welt entdecken, Märkte besuchen, Feste feiern und neue Leute kennenlernen. Doch alleine reisen war gefährlich, das wussten sie alle nur zu gut. Denn in einer Zeit, von zahmen Lindwürmern und verzauberten Kutschen, die sich ohne Pferde fortbewegten ja, da konnte einem Schlimmes widerfahren. Was, wenn dieser Lindwurm doch einmal Hunger bekam, während man in ihm reiste? Was, wenn er einen nicht mehr ausspucken wollte oder gar fräße? Oder was geschah, wenn der Zauber auf den pferdlosen Kutschen plötzlich nachließ und verschwand? Unvorstellbar, was alles geschehen könnte. Unmöglich, all diese Probleme und Hindernisse alleine zu bewältigen und davon abgesehen auch viel zu gefährlich. Das Sicherste würde sein, zuhause zu bleiben, aber wo bliebe dann der ganze Spaß? Nein, das war keine Lösung und so entschied man, dass es doch am Besten für alle wäre, zusammen zu bleiben und sich gemeinsam aufzumachen, die Welt zu entdecken. Gesagt getan, von nun an reisten die Gefährten zusammen weiter.

Doch sie waren nicht die einzigen, die sich aufmachten, die Welt zu sehen. Wo immer sie hin kamen, trafen sie neue Leute und lernten andere Welten kennen. Sie entdeckten neue Orte und fremde Kulturen, tauchten ein in das wunderschöne bunte Leben voller fröhlicher Feste und Märkte. Und immer wieder trafen sie auf andere Reisende, die sich ihnen anschlossen, um sie auf ihrem Weg zu begleiten. Mit der Zeit schlossen sie immer mehr Freundschaften und je länger sie sich kannten, um so stärker wuchsen sie zu einer Sippe zusammen. 

Doch auch wenn sie es geschafft hatten, zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zu werden, so blieben sie dennoch immer offen gegenüber anderen. Denn egal wie schön es auch in der Sippe sein mochte, so bereicherte jeder Neuzugang doch auf seine Weise die Gemeinschaft und so ist es noch immer.